Crewbeam

Awareness App für Veranstaltungen: gemeinsam im Pilot entwickeln

In Vorbereitung: Das Angebot für Veranstalter gibt es noch nicht. Wir suchen einen Pilot Veranstalter, mit dem wir es entwickeln und erproben. Auf dieser Seite steht, was Crewbeam heute kann und was wir vorhaben.

Crewbeam ist eine Gruppen App für Besucher: Freunde finden sich mit einem Pfeil, und wer Hilfe braucht, erreicht zuerst die eigene Crew. Für Veranstalter, Awareness Teams und Städte bereiten wir eine Erweiterung vor, eine Awareness App für Veranstaltungen: Besucher sollen das zuständige Team der Veranstaltung direkt aus der App erreichen, mit Standort, aber nur, wenn sie es selbst wollen.

Was Crewbeam heute für Besucher tut

  • Crews finden sich. Ein Pfeil zeigt zu jedem Mitglied der Crew, dazu die Entfernung. Treffpunkte mit Uhrzeit und Erinnerung, gespeicherte Orte wie Zelt, Bühne oder Toiletten.
  • Hilfeknopf für die eigene Crew. Wer ihn 3 Sekunden hält, schickt seiner Crew einen Alarm mit Standort. Er ruft nicht den Notruf.
  • Notruf und Polizei. Eigene Knöpfe für den Notruf und die Polizei, jeweils mit Rückfrage. Wer nicht weiß, wo er ist, bekommt seine Koordinaten zum Vorlesen am Telefon angezeigt.
  • Standort nur in der Crew. Nur die eigene Crew sieht den Standort, und nur solange man teilt. Die Server stehen in der EU.

Die App kommt bald in den App Store, zunächst für das iPhone. Mehr über die App steht auf der Startseite von Crewbeam, Tipps für Besucher in unseren Ratgebern, etwa Freunde auf dem Festival finden.

Was soll die Awareness App für Veranstaltungen können?

Arbeitstitel: Hilfe vom Veranstaltungsteam. Wir wollen sie mit einem Pilot Veranstalter entwickeln. Die folgende Beschreibung ist ein Konzept. Nichts davon ist heute in der App freigeschaltet. Was wie umgesetzt wird, legen wir mit dem Pilot Veranstalter, seinen Teams und einer rechtlichen Prüfung fest.

Nur bei Freischaltung durch den Veranstalter

Die Funktion erscheint nur bei Veranstaltungen, deren Veranstalter sie freigeschaltet hat. Ohne Freischaltung bleiben Crew Hilfe, Notruf und Polizei wie heute erreichbar.

Anliegen auswählen, ohne sich rechtfertigen zu müssen

Besucher wählen ein Anliegen, zum Beispiel: Ich werde bedrängt oder belästigt. Ich fühle mich unsicher. Ich beobachte einen Übergriff. Diebstahl oder verdächtiger Vorfall. Medizinische Hilfe. Anderes. Ein Text ist freiwillig, „Ich kann gerade nicht schreiben“ reicht. Niemand muss beweisen, dass etwas Schlimmes passiert ist. Dazu ein Kontaktwunsch: „Bitte schreibt mir“ oder „Bitte kommt zu mir“.

Standort nur beim bewussten Absenden

Der Standort geht erst mit dem Absenden an das Team, und nur an die zuständigen Teammitglieder. Wer ihn bekommt und wie lange, steht vor dem Absenden sichtbar da. Wer die Funktion nur öffnet oder abbricht, sendet nichts. Die Freigabe lässt sich jederzeit beenden.

Eine eigene Team App

Die Zentrale oder zuständige Teammitglieder sehen den Fall, den Standort mit Genauigkeit und Zeitpunkt und können im Fallchat Rückfragen stellen. Ein Teammitglied übernimmt den Fall sichtbar und zieht bei Bedarf weitere Kräfte hinzu. Es gibt kein Anschreiben beliebiger Besucher und keinen dauerhaften Zugriff auf Standorte.

Ehrlicher Zustellstatus

Die App zeigt getrennt an, ob eine Meldung noch auf Verbindung wartet, beim System eingegangen ist, von einem Teammitglied übernommen wurde und ob das Team unterwegs ist. Solange niemand übernommen hat, sagt die App das deutlich und zeigt andere Kontakte. Eine Zustellung kann niemand garantieren, und das sagen wir auch so.

Wenig Daten bei schwachem Netz

Die erste Meldung ist bewusst klein: Anliegen, Zeit, Standort und Genauigkeit, auf Wunsch ein kurzer Text. Fotos und Sprachnachrichten sind nie Voraussetzung für Hilfe und folgen erst danach. Nach einem Funkloch geht zuerst die neueste Position raus.

Nur auf dem Gelände und im Umfeld

Meldungen an das Team sind nur auf dem Veranstaltungsgelände und in einem gemeinsam festgelegten Umfeld möglich. Außerhalb bleiben Crew Hilfe und die öffentlichen Notrufe.

Datenschutz und Rollen vorab klären

Wer welche Anliegen bearbeitet, wer Standorte sehen darf, wie Übergaben laufen, wann Daten gelöscht werden und wer wofür verantwortlich ist, legen wir vor dem Pilot gemeinsam mit dem Veranstalter fest, einschließlich der rechtlichen Prüfung.

Für Besucher kostenlos

Die Hilfeanfrage soll für Besucher kostenlos sein. Kosten fallen auf der Seite des Veranstalters an. Preise und Verträge stehen noch nicht fest.

Awareness Team, Security und Sanitätsdienst: Wer macht was?

Auf Veranstaltungen arbeiten verschiedene Teams mit unterschiedlichen Aufgaben. Crewbeam soll helfen, dass ein Anliegen beim richtigen Team ankommt. Ersetzen soll die App keins davon.

  • Awareness Team: unterstützt Menschen, die Grenzverletzungen, Belästigung, Diskriminierung oder Gewalt erleben oder sich unwohl fühlen. Es hört zu, nimmt die Wahrnehmung der betroffenen Person ernst und richtet sich nach ihren Wünschen, ohne dass sie sich rechtfertigen muss.
  • Security und Ordnungsdienst: kümmern sich um Einlass, Hausrecht und Ordnung auf dem Gelände und greifen ein, wenn Gefahr droht.
  • Sanitätsdienst: leistet medizinische Erstversorgung und übergibt bei Bedarf an den Rettungsdienst.
  • Polizei und Rettungsdienst: erreichbar über 110 und 112. Crewbeam ruft sie nie automatisch an.

Wer welche Anliegen übernimmt und wie Übergaben laufen, legt der Veranstalter mit seinen Teams fest. Was Awareness bedeutet und welche Grundsätze dahinterstehen, erklärt zum Beispiel die Initiative Awareness.

Wie könnte ein Pilot aussehen?

  1. Eine Veranstaltung, eine besetzte Zentrale und wenige Teamgeräte.
  2. Vorab legen wir gemeinsam Rollen, Abläufe, Datenschutz und einen Ersatzweg fest, falls eine Meldung nicht bestätigt wird.
  3. Zuerst erproben wir die Basis: Anliegen, Text, Standort, Empfangsbestätigung und Fallübernahme.
  4. Fotos und Sprachnachrichten kommen dazu, wenn die Basis stabil läuft.
  5. Danach werten wir gemeinsam mit dem Team aus, was geholfen hat und was fehlt.

Am besten passt der Pilot zu Veranstaltungen unter freiem Himmel: Festivals, Open Airs, Stadtfeste und Umzüge. Dort ist die Position per GPS am genauesten.

Was Crewbeam nicht ist

  • Kein Überwachungswerkzeug: Teams sehen nur Fälle, die Besucher selbst abgeschickt haben.
  • Kein Ersatz für Notruf, Awareness Team, Security oder Sanitätsdienst.
  • Keine Garantie, dass eine Meldung ankommt. Die App zeigt ehrlich, was angekommen ist und was nicht.
  • Keine Funktion, um andere Besucher zu verfolgen oder anzuschreiben.

Häufige Fragen von Veranstaltern

Gibt es die Funktion für Veranstalter schon?

Nein. Sie ist in Vorbereitung. Wir suchen einen Pilot Veranstalter, mit dem wir sie entwickeln und erproben. Heute bietet Crewbeam Besuchern Crews, Pfeil, Treffpunkte, einen Hilfeknopf für die eigene Crew sowie Knöpfe für Notruf und Polizei.

Was kostet die Hilfeanfrage für Besucher?

Nichts. Die Hilfeanfrage soll für Besucher kostenlos sein. Kosten fallen beim Veranstalter an, Preise und Verträge stehen noch nicht fest.

Sieht unser Team die Standorte aller Besucher?

Nein. Das Team sieht nur den Standort von Personen, die selbst eine Hilfeanfrage abgeschickt haben, und nur so lange, wie es vor dem Absenden angezeigt wurde.

Was passiert bei schwachem oder überlastetem Netz?

Die erste Meldung ist bewusst klein, damit sie auch bei schwachem Netz eine Chance hat. Die App zeigt an, ob eine Meldung angekommen und übernommen ist. Garantieren kann das niemand, deshalb legen wir für jeden Pilot einen Ersatzweg fest.

Ersetzt Crewbeam unser Awareness Team oder die Security?

Nein. Crewbeam soll Besuchern helfen, das zuständige Team zu erreichen. Die Arbeit vor Ort machen Awareness Team, Security und Sanitätsdienst. Notruf 112 und Polizei 110 bleiben immer erreichbar.

Für welche Veranstaltungen ist der Pilot gedacht?

Für Veranstaltungen unter freiem Himmel wie Festivals, Open Airs, Stadtfeste, Karneval und andere Umzüge. In Hallen ist die Position per GPS zu ungenau.

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Ihr seid Veranstalter, arbeitet in einem Awareness Team oder bei einer Stadt und habt Interesse an einem Pilot? Schreibt uns. Die Anfrage ist unverbindlich, wir melden uns persönlich.

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